Wallfahrtskirche zum Heiligen Petrus & Paulus

Die Filzmooser Pfarrkirche ist den Aposteln Petrus und Paulus geweiht und besitzt eine für den alpenländischen Dorfkirchenbau der Spätgotik typische Baugestalt: ein schlichter, geradliniger Außenbau mit Strebepfeilern an den Ecken und einem massigen Turm im Westen, den ein (früher schindelgedeckter) Spitzhelm abschließt. Bei der jüngsten Außenrenovierung wurde u. a. die aus barocker Zeit stammende Färbelung des Turmes, bei der sich die Faschen am Torbogen und den Fenstern sowie die Quadermuster der Ecken farblich absetzten, freigelegt und wiederhergestellt. An der Südmauer kam eine gemalte Sonnenuhr zum Vorschein, außerdem wurde ein neues Turmkreuz aufgesetzt.

Altarraum - Pfarrkirche Filzmoos
Altarraum Kirche Filzmoos 1

Der Altarraum

Im Zuge der Umgestaltung des Altarraumes um 1959/60 durch Prof. Jakob Adlhart wurde der neugotische Hochaltar abgebaut und statt dessen ein neuer, auf Mensa und Tabernakel reduzierter Hauptaltar aufgestellt. Darüber schwebt nun, als augenfälliges Zentrum der Wallfahrtskirche, das Filzmooser Kindl in einem schlichten, frei aufgehängten Glasschrein, den ein geschnitzter und vergoldeter Strahlenkranz umgibt. Die ganze Szene hinterfangen die wiederum von Prof. Adlhart teppichartig an den Rückwänden angeordneten Sgraffiti-Darstellungen, die Hl. Drei Könige und die Hirten der Weihnacht, und im Mittelfeld die biblische Kernbotschaft: „Und das Wort ist Fleisch geworden“.

 

Noch vom ehemaligen barocken Hoch- und Gnadenaltar von 1703 stammen die beiden jetzt als Konsolfiguren an den Seitenwänden des Presbyteriums aufgestellten Statuen der Kirchenpatrone, der Apostelfürsten Paulus und Petrus. Wie früher am Barockaltar, flankieren sie wieder das Gnadenkind und "ziehen so den gläubigen, betenden Beschauer mit ein, denn 'wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen' (Mt 18, 20)" (Franz Wagner).

Seitenaltäre - Pfarrkirche Filzmoos
Seitenaltaere Kirche Filzmoos 1

Die Seitenaltäre

Auch die Seitenaltäre mit ihren schlichten Mensen und den darüber angebrachten Schnitzfiguren von 1962, links Maria Immaculata, rechts der Heilige Joseph, gehen auf die Neugestaltung unter Jakob Adlhart zurück.

Kirchenwaende Kirche Filzmoos 1
Kirchenwaende Kirche Filzmoos 1

Die Kirchenwände

Die um 1515 an der nördlichen Langhauswand aufgetragenen Fresken zeigen in überlebensgroßer Darstellung Christus Salvator zwischen den zwölf Aposteln, teilweise beschädigt durch spätere Fensterausbrüche. Die Reihenfolge von links nach rechts: Thomas, Jakobus d. J., Philippus, Bartholomäus, Jakobus d. Ä., Johannes, Christus, Petrus, Paulus, Andreas, Matthäus, Simon und Judas. Die Fresken wurden 1996 durch Fachrestauratoren gereinigt und gesichert.

 

Das ausdrucksvolle spätgotische Kruzifix an der Südwand aus dem 16. Jahrhundert stammt aus der Kalvarienberg-Kapelle. An den Seitenwänden und der Emporenwand sind insgesamt vierzehn Stationsbilder (um 1800) angebracht. Die neugotische Orgel von Matthäus Mauracher d. Ä. aus dem Jahr 1859 wurde zuletzt 1991 saniert (Orgelweihe am 10. November 1991).

Pfarrkirche Filzmoos 1
Pfarrkirche Filzmoos 1

Das Kriegerdenkmal

Man betritt die Kirche von Westen her durch das Hauptportal, wobei man zunächst das Turmuntergeschoß mit dem 1953 angebauten Kriegerdenkmal durchschreitet. Das ausdrucksstarke Kruzifix schuf im gleichen Jahr der bedeutende Halleiner Bildhauer Jakob Adlhart. In der Gestaltung des gekrümmt hängenden Christus griff er auf sein berühmtes expressionistisches Frühwerk aus dem Jahr 1925, das monumentale Kruzifix im Foyer des Salzburger Kollegs St. Benedikt, zurück. Von Adlhart stammen auch die Reliefschnitzereien von den klugen und törichten Jungfrauen an der Kirchentür (1966).

Man betritt die Kirche von Westen her durch das Hauptportal, wobei man zunächst das Turmuntergeschoß mit dem 1953 angebauten Kriegerdenkmal durchschreitet. Das ausdrucksstarke Kruzifix schuf im gleichen Jahr der bedeutende Halleiner Bildhauer Jakob Adlhart. In der Gestaltung des gekrümmt hängenden Christus griff er auf sein berühmtes expressionistisches Frühwerk aus dem Jahr 1925, das monumentale Kruzifix im Foyer des Salzburger Kollegs St. Benedikt, zurück. Von Adlhart stammen auch die Reliefschnitzereien von den klugen und törichten Jungfrauen an der Kirchentür (1966).

Man betritt die Kirche von Westen her durch das Hauptportal, wobei man zunächst das Turmuntergeschoß mit dem 1953 angebauten Kriegerdenkmal durchschreitet. Das ausdrucksstarke Kruzifix schuf im gleichen Jahr der bedeutende Halleiner Bildhauer Jakob Adlhart. In der Gestaltung des gekrümmt hängenden Christus griff er auf sein berühmtes expressionistisches Frühwerk aus dem Jahr 1925, das monumentale Kruzifix im Foyer des Salzburger Kollegs St. Benedikt, zurück. Von Adlhart stammen auch die Reliefschnitzereien von den klugen und törichten Jungfrauen an der Kirchentür (1966).

Nach Renovierung - Pfarrkirche Filzmoos
Renovierte Kirche Filzmoos 1

Kirchenrenovierung im Sommer 2018

Nach intensiven Vorgesprächen ist es gelungen, im Sommer 2018 eine Innenrestaurierung der Pfarrkirche Filzmoos durchzuführen. Seit der letzten größeren Renovierung (ca. 1960) waren viele Jahre vergangen, die Kirche befand sich in einem sehr schlechten Zustand. Von Juni bis September war die Kirche daher gesperrt und es wurden zahlreiche Baumaßnahmen durchgeführt. Eine komplette Einrüstung war erforderlich, um alle Stellen der Kirche zu erreichen. Im Herbst 2018 war die Renovierung abgeschlossen und die Filzmooser Kirche erstrahlt in neuem Glanz.

Pfarre Filzmoos Filzmooser Kindl 2
Pfarre Filzmoos Filzmooser Kindl 2

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